Identitätsdiebstahl ist auch für Unternehmen ein ernstzunehmendes Risiko. Es kommt leider immer wieder vor, dass sensible Daten gestohlen und für betrügerische Zwecke genutzt werden. Cyberkriminelle nutzen gerne den guten Ruf von Firmen, um daraus Profit zu schlagen. Aber wie kann man sich gegen diesen Identitätsmissbrauch wehren? In diesem Artikel geben wir Ihnen wertvolle Tipps, um Ihr Unternehmen vor finanziellen Verlusten und Reputationsschäden zu schützen.
Identitätsdiebstahl ist ein Begriff, der heutzutage leider immer öfter in unseren Alltag eindringt. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Kurz gesagt, handelt es sich um das unerlaubte Erlangen von persönlichen Daten, um sie für eigene finanzielle Vorteile auszunutzen. Besonders Unternehmen geraten ins Visier, wobei dieser Vorgang als „Corporate Identity Theft“ bekannt ist. Es ist ein Phänomen, das Untersuchungen zufolge nicht nur in Deutschland, sondern weltweit stetig an Fahrt gewinnt.
Doch was geschieht mit den ergaunerten Identitätsdaten? Cyberkriminelle nutzen diese Informationen auf unterschiedlichste Weise, doch eines haben alle gemeinsam: sie verursachen enorme wirtschaftliche Schäden.
Interessanterweise ist Identitätsdiebstahl in Deutschland aktuell nicht als eigener Straftatbestand definiert. Jedoch können die Handlungen der Cyberkriminellen unter anderem folgenden Straftatbeständen zugeordnet werden:
Trotz etlicher aufsehenerregender Fälle von Identitätsdiebstahl bei Unternehmen unterschätzen viele Firmen noch immer das eigene Risiko. Denn letztendlich sind Identitätsdiebstähle nur dort möglich, wo Sicherheitslücken bestehen und Hacker Zugang zu internen Systemen erhalten. Daher ist es entscheidend, Ihre Mitarbeitenden für diese Thematik zu sensibilisieren und so potenzielle Schwachstellen im Umgang mit Cyberangriffen bestmöglich zu reduzieren.
Cyberkriminelle gelangen auf verschiedenen Wegen an sensible Daten von Unternehmen. Ein besonders häufig genutzter Zugang sind sogenannte Datenlecks, die den Zugriff auf Server oder Datenbanken ermöglichen. Aber auch der Diebstahl sensibler Daten per Phishing ist eine beliebte Methode. Dabei verleiten die Kriminellen das Opfer mit gefälschten E-Mails oder Textnachrichten zur Preisgabe persönlicher Daten.
Andere Methoden, um sensible Daten zu erbeuten, sind:
Kurzum: Ein Identitätsdiebstahl von Unternehmen kann nur dort erfolgreich stattfinden, wo entsprechende Sicherheitsvorkehrungen fehlen. Diese liegen nicht nur in der eigenen IT-Infrastruktur, sondern vor allem auch im Know-how der einzelnen Mitarbeitenden.
Denn erst, wenn alle Beschäftigten dazu beitragen, dass es nicht zu einem Identitätsdiebstahl kommt, kann sich ein Unternehmen bestmöglich gewappnet wissen. Im Sinne einer „menschlichen Firewall“ müssen alle Beschäftigten erste Anzeichen für einen Angriff als solche erkennen und sofort die richtigen Maßnahmen ergreifen. Mit unserem E-Learning „Informationssicherheit für Mitarbeitende“ verwandeln Sie Ihre Belegschaft in nur 60 Minuten in eine menschliche Firewall für Ihre Unternehmen.
Ebenfalls ist es wichtig, dass Mitarbeitende keine Informationen offenlegen, was oft ungewollt passiert, sondern um die Risiken wissen, die mit dem Umgang mit sensiblen Daten einhergehen. Typische Fallstricke sollten selbst im stressigen Arbeitsalltag vermieden werden – egal, ob sie technischer Natur sind (zum Beispiel bei einer Datenpanne), oder auf fehlendes Know-how der Belegschaft zurückzuführen sind (zum Beispiel durch die Preisgabe sensibler Daten nach Installation einer Schadsoftware).
Es gibt diverse Anzeichen, an denen man einen Identitätsdiebstahl von Unternehmen erkennen kann. Dazu gehören:
Wichtig ist: Sollten Sie einen oder mehrere der hier genannten Hinweise auf einen Identitätsdiebstahl feststellen, sollten Sie umgehend Gegenmaßnahmen einleiten. Wie diese aussehen können und was das richtige Verhalten bei einem Vorfall im Unternehmen ist, fällt in den Bereich der IT-Sicherheit. Diese sollte Gegenstand regelmäßiger Schulungen für Ihre Belegschaft sein, um die mit Cyberangriffen verbundenen möglichen Schäden zu minimieren.
Hackern geht es beim Identitätsdiebstahl von Unternehmen um alle Daten, die notwendig sind, um Nachweise zur Identifikation und damit zum Aufbau einer virtuellen oder scheinbar realen Identität zu erbringen. Das zählen Informationen wie:
Darüber hinaus sind viele Unternehmensinformationen oft sogar öffentlich einsehbar, nicht nur im Internet, sondern auch in Broschüren und anderen Kommunikationsmitteln. Umso wichtiger ist es, dass alle Daten, die nach außen hin kommuniziert werden, kritisch hinterfragt und auf ihr Gefährdungspotenzial überprüft werden.
Der Identitätsdiebstahl von Unternehmen verfolgt immer den Zweck, das Unternehmen zu betrügen bzw. ihm ganz allgemein zu schaden. Je geschickter die Cyberkriminellen dabei vorgehen, desto weitreichender und langanhaltender können die dadurch entstehenden Folgen sein – und je größer die damit verbundenen Gefahren.
Beispiele für die Auswirkungen eines Identitätsdiebstahls sind insbesondere:
Identitätsdiebstähle können jedes Unternehmen treffen, ganz gleich, welche Größe und Ausrichtung sie haben oder welcher Branche sie angehören. Aktuelle Statistiken zeigen aber, dass besonders häufig Unternehmen betroffen sind, die
Es gibt zahlreiche bekannte Opfer eines Identitätsdiebstahls von Unternehmen. Dazu gehört z.B. der deutsche Autozulieferer LEONI mit Sitz in Nürnberg. Durch einen erfolgreichen CEO-Fraud und unter Verwendung von gefälschten Unterlagen und Identitäten konnten sich Cyberkriminelle Gelder des Unternehmens auf eigene Konten transferieren und verursachten damit einen Schaden in Höhe von 40 Millionen Euro.
Ähnlich erging es dem Unternehmen FACC mit Sitz in Oberösterreich. Auch hier hatte ein CEO-Fraud schwerwiegende wirtschaftliche Folgen. So musste ACC einen Schaden in Höhe von ca. 50 Millionen Euro hinnehmen, der durch Cyberkriminelle verursacht wurde.
Es gibt diverse Schutzmaßnahmen, die Unternehmen ergreifen können, um sich vor einem Identitätsdiebstahl zu schützen.
Dazu gehören folgende Schritte:
Natürlich kann es trotz maximaler Schutzmaßnahmen zu einem Identitätsmissbrauch kommen. In diesem Fall ist vor allem schnelles Handeln gefragt. Informieren Sie Ihre Finanzierungspartner wie Banken und Sparkassen, überwachen Sie Ihre Konten, stellen Sie alle relevanten Unterlagen zusammen und informieren Sie die zuständigen Behörden zum Zwecke der Strafverfolgung.
Eine Lücke in der IT-Sicherheit ist für Cyberkriminelle wie eine Einladung in die eigenen vier Bürowände. Leider sind viele Unternehmen aber nach wie vor schlecht bis gar nicht auf Cyberangriffe vorbereitet und nehmen das Thema Informationssicherheit auf die leichte Schulter. Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik hervor.
Die Lösung liegt in einer Mischung aus umfangreichen Schutzmaßnahmen und der Schulung und Sensibilisierung Ihrer Mitarbeitenden. Erst mit umfassendem Know-how auf Seiten der gesamten Belegschaft könne Identitätsdiebstähle im Zuge von Cyberangriffen und damit größere Schäden verhindert werden.
Die Zahl der Cyberangriffe auf Unternehmen steigt täglich. Daher ist es unerlässlich, Ihre Belegschaft nachhaltig zu dem Thema zu sensibilisieren. In unserem innovativen E-Learning schlüpfen Ihre Mitarbeitenden in die Rolle eines Hackers und lernen so die wichtigsten Cyberangriffsarten kennen. Nach Abschluss des E-Learnings können Ihre Mitarbeitenden Cyberattacken frühzeitig erkennen und erfolgreich abwehren. So schützen Sie Ihr Unternehmen effektiv vor drohenden Gefahren.
Inhaltsangabe